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Trends in der Ernährung

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Anhand der Ergebnisse der Studie „Lebensstile 2020“ wurden sieben verschiedene Ernährungsprofile erarbeitet. Sie spiegeln einen Teil der Ernährungsstile wieder, die es in Zukunft geben wird. Die Direktvermarktung muss sich natürlich auch auf solche Ernährungsstile einstellen. (Ernährung,Nutrition, 2009)

 
Der Prot-Esstler
 
Der Prot-Esstler möchte ohne Reue genießen. Er ist neben einschlägigen Zeitschriften und
Internet sehr gut informiert. Er informiert sich über ethisch korrekten und gesunden Konsum. Der verantwortunsbewusste Genießer konsumiert saisonale Produkte aus der Region. Er macht sich Gedanken über die Herstellungsmethoden, Gesundheit, Umwelt und über die Situation der Beschäftigten in der Landwirtschaft und Produktion. Siegel wie Bio und Qualitätsabzeichen haben einen hohen Stellenwert. Im Konsumverhalten wählt er gerne gegen Aufpreis die moralisch korrekte Variante. Im Zweifel müssen aber dann auch mal Karotten aus konventionellem Anbau herhalten. Dieser Prot-Esstler kauft gerne bei mir ein, weil ich authentisch und regional bin. Er gibt dem Direktvermarkter mit BIO neben mir aber den Vorzug.
 
Der Besser-Esser
 
Der Besser-Esser kennt alle Punkte und Sterne und sonstige Kategorisierungen und Auszeichnungen. Er verwendet gerne exklusive und neuartige Produkte. Seine Grundnahrungsmittel bezieht er aus kleinen, edlen, inhabergeführten Geschäften wie Feinkost- und Delikatessläden. Er achtet beim Kauf weniger auf den Preis als auf die Qualität der Produkte. Beim Besser-Esser kann ich nur mit meinen Auszeichnungen punkten. Dieser Konsument möchte immer wieder etwas Neues ausprobieren und ist für Ratgeber und Orientierungshilfen bei der Ausbildung des Geschmacks sehr dankbar. Beim Besser-Esser kann ich durch meine Auszeichnungen punkten.
 
Der Jekyll-and-Hyde-Gourmet
 
Er ist kompromisslos und lässt sich auf keine Ernährungsweise festlegen. Der Jekyll-and-Hyde-Gourmet ernährt sich bewusst, erlaubt sich aber auch „Ausrutscher“ wie Fast Food. Wenn es die Situation erlaubt, wählt er gerne ökologisch korrekte, gesunde Lebensmittel. Schmeckt ihm aber ein „negativ“ bewertetes Lebensmittel, so verzichtet er aber nicht darauf.
Er ist ein emotionaler Spontaneinkäufer, bei Geschäften die auf dem Weg liegen. Er ist sehr neugierig und wissbegierig. Dieser Gourmet kann ein Kunde für uns Direktvermarkter werden, da er auf bewusste Ernährung Wert legt und gerne auf Märkten einkauft.
 
Der Garfield-Gourmand
 
Er isst ohne Wenn und Aber da, worauf er gerade Lust hat. Woher die Lebensmittel kommen und wie sie produziert sind interessiert ihn nur am Rande. Er liebt vertraute und gewohnte Küche. Garfield-Gourmands spiegeln einen Gegentrend wider, eine Reaktion auf das neue Gesundheitsideal in der Bevölkerung. In der Direktvermarktung kann ich bei Garfield-Gourmand mit Tradition und bewährten Rezepturen punkten.
 
Der Ess-Thet
 
Design ist nicht nur Technik sondern vor allem eine Haltung auch bei den Ernährungsgewohnheiten. Vollendeter Genuss bedeutet für ihn nur ein optimal zubereitetes Essen, das optimal angerichtet ist und wo das Ambiente passt. So wählt er Produkte stark nach ihrer Präsentation und Verpackung aus. Er kauft Produkte wegen des Drum-Herums. In der Direktvermarktung ist der Ess-Thet vor allem durch eine originelle und ansprechende Warenpräsentation zum Kauf zu bewegen. Dies versuche ich durch meine neuen Verpackungsmittel und die Gestaltung der Marktstände zu bewältigen.
 
Der Food-Phobiker
 
Der Food-Phobiker isst um gesund zu bleiben. Er hat Angst vor gewissen Lebensmitteln, gesundheitlichen Konsequenzen. Er ist skeptisch gegenüber Zusatzstoffen, Verunreinigungen und krebsfördernden Zubereitungsarten oder Pestiziden. Er oder ein Mensch in seinem direkten Umfeld leidet an einer Allergie oder Unverträglichkeit. Produkte müssen durch absolute Transparenz überzeugen. Für „sichere“ Einkäufe gibt der Food-Phobiker gerne auch das Doppelte des Durchschnittspreises aus. Die Zahl der Food-Phobiker wird in Zukunft noch steigen. Für diese Käuferschicht biete ich meine freiwillige Etikettierung von Brot und Gebäck an. Hier wird ersichtlich, dass nur herkömmliche Produkte verarbeitet werden und keine Zusatzstoffe verwendet werden.
 
Der Essertainment-Fan
 

Er isst sensationshungrig. Er erwartet Unterhaltung und Darbietung. Er lässt sich durch gut veranstaltete Promotion-Aktionen gerne zum Kauf motivieren. Er schätzt Unterhaltung parallel zum Essen. Trotz des Lamentierens, dass visuelle und akustische Reize vom Essen nur ablenken, sind Musik, TV oder Printprodukte neben dem Essen ein Pflichtprogramm. Es geht um den Unterhaltungsfaktor neben dem Essen und Einkaufen. Der Essertainment-Fan ist vor allem auf Erlebnisbauernmärkten zu finden. Derzeit sehe ich diesen Kunden nur durch den Tag der offenen Tür für mich angesprochen.